Unsere Ortsteile stellen sich vor

Zur Gemeinde Tannheim gehören die 4 Ortsteile Egelsee, Kronwinkel, Arlach und Haldau. Um nähere Informationen zu erhalten, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Ortsteil.


Egelsee

Egelsee ist auf die Einwohnerzahl bezogen der größte Teilort von Tannheim und liegt ca. 4 km nordöstlich vom Ortszentrum Tannheim an der Landstraße 300 Richtung Memmingen. Auf seiner Gemarkung befindet sich eine 1482 erstmals urkundlich erwähnte Kapelle St. Urban. Der Ort grenzt an die Iller, die zugleich die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg bildet. Vor dem Bau der Brücke über die Iller befand sich in dem Ort eine Fähranlegestelle mit Zollstation. Im Jahre 1397 fiel der meiste Besitz des Ortes an die spätere Reichsabtei Ochsenhausen. Die Rechte an der Illerfähre und Zollstation verblieben bei der späteren Reichsabtei Rot an der Rot. Weitere Rechteigentümer in Egelsee waren die freie Reichsstadt Memmingen und das Adelshaus Waldburg-Zeil. Im Jahre 1482 verkaufte das Kloster Rot an der Rot die Fährrechte an die Stadt Memmingen. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges 1647 wurde die Urbankapelle von Memminger Bilderstürmern verwüstet.


Kapelle St. Urban

Die im Kern wohl noch mittelalterliche Kapelle von Egelsee erhielt ihr heutiges Aussehen bei zwei Renovationen, die 1737 und 1753 stattfanden. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Altar aufgestellt, der im späten 17. Jahrhundert entstanden ist und sich ursprünglich in der Johanneskapelle von Ummendorf befand. Ob die künstlerisch bedeutenden Skulpturen der Altarnischen ebenfalls aus Ummendorf nach Egelsee kamen oder sich bereits zuvor hier befunden haben, ist nicht bekannt. Es handelt sich bei diesen um eine Urbansfigur des 14. Jahrhunderts und eine Muttergottes, einen Hl. Benedikt sowie einen Hl. Georg aus der Werkstatt des Memminger Bildhauers Hans Herlin (entstanden um 1510/20). Gerahmt werden die mittelalterlichen Figuren von barocken Skultpuren der Hl. Barbara, der Hl. Katharina, des Hl. Urban und des Hl. Martin.

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Kronwinkel

Kronwinkel liegt ca. 3 km südlich vom Ortszentrum Tannheim an der Landstraße 260. Der nächste angrenzende Ort ist Mooshausen, welcher bereits zum Landkreis Ravensburg gehört. Auf seiner Gemarkung befindet sich auf einer Anhöhe die abgegangene Burg Kronwinkel und die am 28. Juli 1684, während der Amtszeit von Abt Plazidus Kobolt grundsteingelegte Loretto-Kapelle. Die ursprünglich dem Heiligen Vitus geweihte damalige Pfarrkirche war zunächst der späteren Reichsabtei Rot an der Rot inkorporiert, welche die Rechte Ende des 14. Jahrhunderts an die Herren von Königsegg veräußerte. Im Jahre 1405 erwarb das Kloster Ochsenhausen die Rechte, bevor 1424 Kronwinkel endgültig ein Teilort von Tannheim wurde.


Lorettokapelle

An Stelle der heutigen Kronwinkler Lorettokapelle stand bereits ein Vorgängerbau, der bis 1424 sogar Pfarrkirchenstatus besaß. Dann erst wurde Kronwinkel Filiale von Tannheim. Vermutlich befand sich hier auf der Anhöhe am westlichen Rand des Illertals einst auch eine Burg. Die Grundsteinlegung zur heutigen Kapelle erfolgte am 28. Juli 1684. Der praktisch fensterlose Innenraum der Kapelle bildet die in Loreto (Italien) verehrte „Casa santa“, die Heimstätte Mariens, nach. Bis zum Verbot von 1809 existierte eine kleine Wallfahrt nach Kronwinkel, wo besonders der Hl. Vitus verehrt wurde.

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Arlach

Arlach liegt ca. 2 km östlich vom Ortszentrum Tannheim und grenzt an die Iller, die zugleich die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg bildet. Im Jahre 1370 verlor die Pfarrei Arlach ihre Selbständigkeit. Auf seiner Gemarkung befindet sich die im Jahre 1781 unter Abt Romuald Weltin errichtete Kapelle St. Michael. Vor dem Bau der Brücke über die Iller bei Egelsee befand sich in dem Ort eine Fähranlegestelle. Arlach ist Ausgangspunkt des am 15. April 2011 eröffneten Martinusweges in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und liegt an der Bahnstrecke Leutkirch–Memmingen.


Kapelle St. Michael

Die urkundlich bereits 1157 erwähnte Pfarrkirche von Arlach verlor um 1370 ihre Selbständigkeit und wurde Filiale von Tannheim. 1781 ließ der Ochsenhausener Abt Romuald Weltin nach dem Abbruch des Vorgängerbaus eine neue Kapelle errichten. In den beiden folgenden Jahren wurde das heute vor allem gerne für Hochzeiten genutzte kleine Gotteshaus mit drei hübschen klassizistischen Altären ausgestattet. Das hervorragendste Kunstwerk der Kapelle stellt die spätgotische, wohl um 1495 in Memmingen entstandene Dreikönigsgruppe des linken Seitenaltars dar.

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Haldau

Haldau liegt ca. 2 km nördlich vom Ortszentrum Tannheim an der Landstraße 260 von Tannheim Richtung Berkheim. Auf der Gemarkung des Ortes befindet sich keine Kapelle, sondern mit der Baumreihe vom Haldenhof das einzige Naturdenkmal von Tannheim. Der Ort liegt nordöstlich unterhalb der Keltenschanze.


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