Sehenswürdigkeiten der Gemeinde

In der Gemeinde Tannheim finden Sie besondere sehenswerte Ziele.

Ortsgeschichtlicher Rundgang durch Tannheim

Nachfolgend finden Sie interessante Informationen in der Broschüre (1,687 MB) "Ortsgeschichtlicher Rundgang durch Tannheim".


Pfarrkirche St. Martin

Die Benediktinerabtei Ochsenhausen, zu deren Besitz Tannheim von etwa 1100 bis 1803 gehörte, ließ in den Jahren von 1696 bis 1698 am östlichen Ortsrand ein repräsentatives neues „Amtshaus“ – das heutige gräfliche Schloss – errichten. Als Baumeister konnte hierfür der bedeutende Vorarlberger Architekt Franz (II) Beer „von Bleichten“ verpflichtet werden. 1700/01 fügte Beer dann, wiederum im Auftrag Ochsenhausens, die neue Pfarrkirche St. Martin als Westflügel an das Amtshaus an. Sie ersetzte einen zeitgleich abgebrochenen mittelalterlichen Vorgängerbau, der nordwestlich oberhalb des Dorfes gelegen war, wo sich bis heute der Friedhof befindet. Dem 1705 geweihten Kirchenneubau liegt das unter anderem von Obermarchtal her bekannte, sogenannte „Vorarlberger Münsterschema“ zugrunde, das Beer in Tannheim auf einen vergleichsweise kleinen, dafür aber umso zartgliedriger und weiträumiger gestalteten Raum übertrug. Von den im Laufe des 18. Jahrhunderts in die Kirche gekommenen sechs Altären hat sich nach einer barockfeindlichen Renovierung der Jahre 1874 und 1883 leider nur der 1727/28 entstandene Hochaltar mit einem schönen Altarblatt (1716) des Malers Johann Georg Bergmüller erhalten. Noch vorhanden sind überdies die mit Säulchen und Evangelistenbildnissen geschmückte Kanzel (1707), mehrere barocke Skulpturen sowie die Deckenfresken Chrysostomus Forchners. Diese entstanden 1766/67 und ersetzten den ehedem an der Decke vorhandenen, wohl von einem Wessobrunner Künstler ausgeführten Stuckdekor. Das Innere der Tannheimer Pfarrkirche wurde letztmals 2002 restauriert.


Rehgarten

Der Tannheimer Rehgarten, eine zentral gelegene Parkanlage, ist ideal für kleine Spaziergänge und bietet außerdem einige Plätzchen, die zum Verweilen einladen. Zu der Parkanlage gehören ein Spielplatz und der vom Musikverein Tannheim errichtete Musikpavilion. Jährlich am Vatertag veranstaltet der Musikverein Tannheim das Frühlingsfest im Rehgarten. Der Rehgarten ist im Besitz des gräflichen Hauses von Schaesberg und wird von der Gemeindeverwaltung gepflegt.


Wildpark Oyhof

Nahe des Forsthauses der Gräflich von Schaesberg’schen Forstverwaltung und des Illerkanals befindet sich der Wildpark Oyhof. Auf dem Gelände lassen sich Rotwild, Damhirsche, Wildschweine und viele weitere Tiere beobachten. Der Park ist für Schulklassen ein sehr beliebtes Ausflugziel. Zum Park gehören auch ein Waldlehrpfad, ein kleiner Waldspielplatz, ein Picknickplatz sowie ein Wildfleischverkauf. Sie erreichen den Wildpark mit dem PKW über die A7 Ausfahrt Berkheim, in Berkheim Richtung Tannheim. Ab dem Tannheimer Bahnhof folgen Sie den Hinweisschildern bis zum Parkplatz. Von dort aus führt ein ca. 700 m langer Fußweg zum Wildpark.

Ganz in der Nähe des Wildparks befinden sich außerdem eine Keltenschanze und mehrere Hügelgräber sowie eine kleine privat erbaute Trostkapelle aus dem Jahr 2006. Hier sollen verwaiste Eltern Ruhe und Trost finden.


Keltengräber

In der Tannheimer Umgebung befinden sich zahlreiche Grabhügel und eine Viereckschanze. Um 800 vor Christus begann die Besiedlung Süddeutschlands durch die Kelten. Das Wissen über die Kelten, ist in erster Linie den archäologischen Ausgrabungen zu verdanken, da die Kelten über keine Schrift verfügten. Über 40 Grabhügel (9. – 4. Jh. v. Chr.) und eine Viereckschanze (2. – 1. Jh. v. Chr.) sind die heute noch sichtbaren Spuren dieser Völkerstämme rund um Tannheim.

Bei den Grabhügeln im Härdtle handelt es sich um Körper- als auch um Brandbestattungen. Die Grabbeigaben waren Ton- und Bronzegefäße, Schwerter, Schmuck, Pferdegeschirre und Wagen. Ein kleiner Teil der Grabbeigaben kann im Tannheimer Rathaus besichtigt werden. Der größere Teil ist im Landesmuseum in Stuttgart ausgestellt. Nordöstlich von Tannheim auf der Gemarkung Ehbühl wurde 1962 ein weiterer Grabhügel eines größeren Grabhügelfeldes, das heute fast nicht mehr erkennbar ist, untersucht. Der ehemalige Grabhügel enthielt ursprünglich eine große aus Bohlen gezimmerte Grabkammer. Die Archäologen gruben das Skelett eines Toten, ein Schwert und die Scherben von 15 Tongefäßen aus.

Die gut erhaltene keltische Viereckschanze im Gewann Kirchenghau stammt aus dem 2. - 1. Jahrhundert vor Christus. Heute geht die archäologische Forschung davon aus, dass der abgegrenzte Bereich der Schanze ein Mittelpunkt für eine ländliche Ansiedlung war.


Flugplatz

Der Flugplatz Tannheim ist ein öffentlicher Verkehrsflugplatz, welcher als Familienbetrieb geführt wird. Weitere Informationen zum Flugplatz Tannheim


Dinkelmühle Graf

Vor über 400 Jahren errichteten Mönche des Klosters Ochsenhausen das heutige Gebäude der Dinkelmühle Graf. Damals wie heute wird das knapp 7 m große Mühlrad mit Wasserkraft des Mühlbaches angetrieben. Um 1850 erwarb Herr Xaver Graf aus Altdorf/Weingarten die Mühle. Das heutige Anwesen besteht aus der Mühle mit Mühlenladen und Wohnbau, dem Getreidespeicher und einem landwirtschaftlichen Ökonomiegebäude. Die heutige Dinkelmühle Graf ist ein reiner Familienbetrieb, welcher bereits in der 5. Generation betrieben wird. Die Mühle liegt an der 2005 geschaffenen Mühlenstraße Oberschwaben. Weitere interessante Informationen rund um die Dinkelmühle Graf