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Aktuelle Situation zur Flüchtlingsaufnahme aus der Ukraine

Unverbindliche Abfrage von zur Verfügung stehendem Wohnraum sowie Betten zur Unterbringung von flüchtenden Menschen aus der Ukraine

Der Landkreis und die Kommunen müssen sich auf die Ankunft von geflüchteten Menschen aus der Ukraine einstellen und Vorbereitungen treffen.Am Freitag, den 04.03.2022 fand hierzu eine Videokonferenz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Landkreis Biberach statt.Landkreise (vorläufige Unterbringung) und Kommunen (Anschlussunterbringung) müssen so schnell wie möglich Kapazitäten schaffen. Die Quote für Anschlussunterbringungen in den Gemeinden für das Jahr 2022 wird erhöht.In Anbetracht der schon angespannten Wohnungssituation, ist die Flüchtlingsaufnahme aus der Ukraine zusätzlich eine sehr große Herausforderung.
Sollte in Tannheim jemand einen Wohnraum zur Vermietung (z. B. an die Gemeinde) zur Verfügung haben, so melden Sie sich bitte auf dem Rathaus bei Frau Lebherz, Telefon 08395-922-17 oder per E-Mail an anna-lena.lebherz@gemeinde-tannheim.de.
Formular für die unverbindliche Abfrage von zur Verfügung stehendem Wohnraum und Betten (154,5 KB)
Sollten Sie der ukrainischen Sprache mächtig sein, wären wir Ihnen für Übersetzungstätigkeiten dankbar. Bitte melden Sie sich ebenfalls bei Frau Lebherz.


Es wird auf die Pressemitteilung des Landrats verwiesen:

„Wir werden vorbereitet sein“
Durch den Krieg in der Ukraine befinden sich viele Menschen auf der Flucht in die Europäische Union. Je nach weiterem Kriegsverlauf werden mehrere Millionen vertriebene Menschen erwartet, allerdings sind sämtliche Prognosen angesichts der vollkommen unkalkulierbaren Situation nicht belastbar. Um im Landkreis Biberach vorbereitet zu sein, hat Landrat Dr. Heiko Schmid eine Task Force Ukraine eingerichtet, in der sich das Landratsamt und weitere Institutionen der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis darauf vorbereiten. Zudem fand ein digitaler Austausch mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern statt, zu der Landrat Dr. Heiko Schmid eingeladen hat. Dabei wurden auch die neuen Internetseiten des Landratsamtes mit zahlreichen Informationen zum Aufenthalts- und Leistungsrecht sowie zu den Hilfsangeboten mit weiterführenden Links vorgestellt. Die Internetseiten sind unter www.biberach.de/ukraine zu erreichen. 
„Es sind dramatische Bilder, die uns in diesen Tagen aus der Ukraine erreichen. Viele Menschen bangen um ihr Leben und sind auf der Flucht. Gleichzeitig ist es überwältigend, wie viele Unterstützungsangebote von Menschen uns erreichen, die einfach helfen wollen. Als Landkreis werden wir darauf vorbereitet sein“, so Landrat Dr. Heiko Schmid und betont weiter: „Höchste Priorität hat im Moment die Schaffung von Unterbringungskapazitäten im Landkreis, um eine große Zahl an Vertriebenen aufnehmen zu können. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, schauen sich nach größeren Liegenschaften um.“
 
Die Wohnrauminitiative der Caritas Biberach-Saulgau hat sich in diesem Zusammenhang bereit erklärt, als Koordinationsstelle für privaten Wohnraum zu fungieren. Dort kann man sich melden, wenn man Wohnraum für Vertriebene anbieten möchte. Allerdings betont die Caritas in diesem Zuge, dass mit dieser Koordination nicht die Betreuung der Geflüchteten durch die Caritas verbunden ist.
 
Den Landkreis erreichen derzeit zahlreiche Hilfsangebote von Initiativen und Privatpersonen. In Absprache mit den Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen raten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Ukraine zur Zurückhaltung. Nach Informationen der großen Hilfsorganisationen wird von Sachspenden abgeraten, es sei denn, es gibt ganz konkrete Kontakte und Wege in die Ukraine oder die Grenzgebiete. Der Transport in das Kriegsgebiet ist derzeit nicht sichergestellt. Sachspenden zur Ausstattung für Wohnungen im Landkreis sind derzeit auch noch nicht notwendig.